Laminierte Gläser und Kunststoff-Glas-Verbunde schützen vor Splitter bei Bruch und Vandalismus, erhöhen aber die Biegebruchfestigkeit grundsätzlich nicht.
Vorspannen Ob aus Sicherheitsgründen oder weil reduzierte Glasdicke bei gleicher Festigkeit hilft, Energie einzusparen: Immer mehr Produkte verlangen gehärtete Gläser für Schlag- oder Splitterschutz. Egal, ob die Forderung nach Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder jene nach Beibehaltung der optischen Eigenschaften im Vordergrund steht: Mit thermischem oder chemischem Vorspannen und durch das Laminieren mehrerer Gläser zu einem schlagfesten Glasverbund (Verbundsicherheitsglas - VSG) erfüllen wir auch extreme Anforderungen unserer Kunden.
Das chemische Vorspannen wird vor allem bei dünnen Gläsern angewendet, deren optische Eigenschaften unverändert bleiben sollen. Beispielsweise bei der Herstellung optischer Komponenten in Kopier- und Messgeräten, aber auch in der Fahrzeugtechnik und Beleuchtungsindustrie. Durch das chemische Vorspannen kann die Biegebruchfestigkeit um das Mehrfache von normalem Floatglas erhöht werden.
Das thermische Vorspannen wird bei dickeren Gläsern ab 3 mm eingesetzt und erhöht wie das chemische Vorspannen die Biegebruchfestigkeit signifikant. Beim thermischen Vorspannen werden im Gegensatz zum chemischen Vorspannen Druckverhältnisse erzeugt, die bei Bruch des Glases einen echten kleinkrümeligen Bruch erzeugen, so dass die Verletzungsgefahr nicht mehr vorhanden ist. Das chemischen Vorspannen dagegen erhöht die Biegebruchfestigkeit, führt aber nach wie vor zu einem Splitterbruch, bei dem grosse Glassplitter zurückbleiben. |