Allgemeine Geschäftsbedingungen

EuropTec GmbH (D-Goslar)

hiernach "Verkäufer" genannt

Allgemeine Verkaufs- und Lieferbedingungen (AGB) f√ľr den kaufm√§nnischen Verkehr

1. Allgemeines und Geltungsbereich

1.1 Diese allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen des Verkäufers gelten

ausschlie√ülich f√ľr alle Verk√§ufe, Lieferungen und sonstige Leistungen des Verk√§ufers

im Geschäftsverkehr mit Nichtverbrauchern im Sinne des § 310 Abs. 1 BGB.

1.2 Die Bestellung oder die Annahme von Lieferungen oder Leistungen des Verkäufers

durch den Käufer gilt als Anerkennung der vorliegenden allgemeinen Verkaufs- und

Lieferbedingungen. Abweichende Vereinbarungen haben nur G√ľltigkeit, wenn sie

schriftlich getroffen werden.

1.3 Den allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen des K√§ufers wird ausdr√ľcklich

widersprochen. Entgegenstehende oder diesen Verkaufs- und Lieferbedingungen

abweichenden Bedingungen des Käufers gelten nur, wenn diesen schriftlich

zugestimmt wird.

1.4 Diese allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen geltend auch f√ľr alle zuk√ľnftigen

Geschäfte mit dem Käufer im kaufvertraglichen Bereich.

2. Angebot und Vertragsschluss

2.1 Die Angebote des Verk√§ufers sind, soweit sie nicht ausdr√ľcklich als verbindlich

bezeichnet sind, stets freibleibend, das heißt nur als Aufforderung zur Abgabe eines

Angebots zu verstehen. Die Bestellung des Käufer ist als Angebot gemäß § 145 BGB

anzusehen.

2.2 Ein Vertrag zwischen dem Verkäufer und dem Käufer kommt erst mit der Abgabe der

schriftlichen Bestätigung des Verkäufers, dass er die Bestellung des Käufers

annehme (Auftragsbestätigung), zustande. Als Auftragsbestätigung gilt im Falle

umgehender Auftragsausf√ľhrung auch der Lieferschein bzw. die Warenrechnung.

2.3 M√ľndliche Nebenabreden, die √ľber den schriftlichen Vertrag hinausgehen, bed√ľrfen

stets einer schriftlichen Bestätigung.

3. Umfang der Lieferungen und Leistungen

3.1 Die Lieferungen und Leistungen des Verkäufers sind in der Auftragsbestätigung

abschlie√üend definiert. Nicht eingeschlossene Leistungen m√ľssen zus√§tzlich

schriftlich vereinbart werden.

3.2 Lieferungen und Leistungen, namentlich Ausstattungen, Dimensionen und Gewicht

von Produkten k√∂nnen gegen√ľber der Auftragsbest√§tigung geringe Abweichungen

erfahren. Derartige Abweichungen gelten als vertragskonform, soweit sie nicht

wesentliche Eigenschaften der Lieferungen und Leistungen beeinträchtigen.

Aufgrund nicht planbarer produktionstechnischer Rahmenbedingungen ist EuropTec

auf allen Lieferungen zu einer Unter-resp. √úberlieferung von ¬Ī 10% berechtigt.

4. Pläne, technische Unterlagen, Muster und Prototypen

4.1 Prospekte und Kataloge sind ohne anderweitige schriftliche Vereinbarung nicht

verbindlich. Angaben in technischen Unterlagen sind nur verbindlich, soweit sie dem

K√§ufer ausdr√ľcklich schriftlich zugesichert werden.

4.2 Der Verkäufer behält sich alle (Eigentums- und Urheber-)Rechte an von ihm

erarbeiteten Plänen, technischen Unterlagen, Mustern und Prototypen vor.

4.3. Der Käufer erkennt diese Rechte an.

Die Pl√§ne, technischen Unterlagen, Muster und Prototypen des Verk√§ufers d√ľrfen

Dritten weder ganz noch teilweise zugänglich machen, es sei denn, der Verkäufer

erteilt dem K√§ufer seine ausdr√ľckliche Zustimmung in Textform.

Der K√§ufer darf die ihm √ľberlassenen Unterlagen nicht au√üerhalb des Zweckes

verwenden, zu dem sie ihm √ľbergeben worden sind.

Die Verwendung von Plänen, technischen Unterlagen, Mustern und Prototypen des

Verkäufers zur Einholung von Konkurrenzofferten ist untersagt.

Sollte ein Vertrag nicht Zustandekommen, sind die dem K√§ufer √ľberlassenen

Unterlagen unverz√ľglich an den Verk√§ufer herauszugeben.

5. Preise

Es gelten die Preise gemäß schriftlicher Auftragsbestätigung.

Nennt die Auftragsbestätigung die Preise nicht, gilt die im Zeitpunkt der

Auftragsbestätigung jeweils aktuelle Preisliste des Verkäufers.

Die vom Verkäufer angegebene Preise verstehen sich ohne gesetzliche

Mehrwertsteuer, wenn die Mehrwertsteuer nicht ausdr√ľcklich ausgewiesen wurde.

Sofern sich die gesetzliche Mehrwertsteuer nach Vertragsschluss erhöhen sollte, ist

der Verkäufer berechtigt, diese im gleichem Umfang zu erhöhen.

Alle Preise verstehen sich, sofern nichts Gegenteiliges in Textform vereinbart wird, in

EURO, netto EXW ohne Verpackung und sonstigen Abz√ľge.

S√§mtliche Spesen, Steuern, Abgaben, Geb√ľhren, Z√∂lle und dergleichen gehen

zulasten des Käufers.

6. Zahlungsbedingungen

6.1 Die Zahlungen sind am Sitz des Verkäufers netto ohne Abzug von Skonto, Spesen,

Steuern, Abgaben, Geb√ľhren, Z√∂llen und dergleichen innerhalb von 30 Tagen nach

Fälligkeit und Zugang der Rechnung zu leisten.

6.2 Mit Ablauf der Zahlungsfrist tritt automatisch, das heißt ohne weitere Mahnung,

Verzug ein. Ab diesem Zeitpunkt werden dem Käufer Verzugszinsen in Höhe von 9

Prozentpunkten √ľber dem Basiszinssatz und eine Kostenpauschale in H√∂he von

40,00 ‚ā¨ berechnet. Die Geltendmachung eines h√∂heren Verzugsschadens bleibt

vorbehalten.

7. Eigentumsvorbehalt und Verwertungsrecht

7.1 Der Verkäufer behält sich das Eigentum an der gelieferten Ware bis zur vollständigen

Zahlung s√§mtlicher Forderungen aus dem Vertrag vor. Dies gilt auch f√ľr alle

zuk√ľnftigen Lieferungen, auch wenn der Verk√§ufer sich nicht stets ausdr√ľcklich

hierauf beruft. Der Verk√§ufer ist berechtigt, die Kaufsache zur√ľckzunehmen, wenn

der Käufer sich vertragswidrig verhält.

7.2 Der K√§ufer ist verpflichtet, solange das Eigentum nicht auf ihn √ľbergegangen ist, die

Kaufsache pfleglich zu behandeln. Insbesondere ist er bei hochwertigen G√ľtern

verpflichtet, diese auf einen Kosten gegen Diebstahl-, Bruch-, Feuer- und

Wassersch√§den ausreichend zum Neuwert zu versichern. M√ľssen Wartungs- und

Inspektionsarbeiten durchgef√ľhrt werden, hat der K√§ufer diese auf eigene Kosten

rechtzeitig auszuf√ľhren.

7.3 Er wird ferner alle Maßnahmen treffen, damit der Eigentumsanspruch des Verkäufers

weder beeinträchtigt noch aufgehoben wird. Solange das Eigentum noch nicht

√ľbergegangen ist, hat der K√§ufer den Verk√§ufer unverz√ľglich in Textform zu

benachrichtigen, wenn der gelieferte Gegenstand gepfändet oder sonstigen Eingriffen

Dritter ausgesetzt ist. Soweit der Dritte nicht in der Lage ist, dem Verkäufer die

gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten einer Klage gemäß § 771 ZPO zu

erstatten, haftet der K√§ufer f√ľr den entstandenen Ausfall.

7.4 Der Käufer ist nur im Rahmen eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes, und

solange er nicht in Verzug ist, berechtigt, die Vorbehaltsware weiter zu verarbeiten,

mit anderen Sachen zu verbinden und zu vermischen oder weiter zu veräußern.

Sofern die Kaufsache mit anderen, dem Verkäufer nicht gehörenden Gegenständen

verarbeitet wird, erwerben der Verkäufer das Miteigentum an der neuen Sache im

Verhältnis des objektiven Wertes der Kaufsache zu den anderen bearbeiteten

Gegenst√§nden zur Zeit der Verarbeitung. Dasselbe gilt f√ľr den Fall der Vermischung.

Sofern die Vermischung in der Weise erfolgt, dass die Sache des Käufers als

Hauptsache anzusehen ist, gilt als vereinbart, dass der Käufer dem Verkäufer

anteilm√§√üig Miteigentum √ľbertr√§gt und das so entstandene Alleineigentum oder

Miteigentum verwahrt. Zur Sicherung dieser Forderungen gegen den Käufer, tritt der

Käufer auch solche Forderungen an den Verkäufer ab, die ihm durch die Verbindung

der Vorbehaltsware mit einem Grundst√ľck gegen einen Dritten erwachsen. Der

Verk√§ufer nimmt diese Abtretung schon jetzt an. Jede anderweitige Verf√ľgung √ľber

die Vorbehaltsware ist unzulässig. Stundet der Käufer seinem Abnehmer den

Kaufpreis, so hat er sich gegen√ľber diesem das Eigentum an der Vorbehaltsware zu

den gleichen Bedingungen vorzubehalten, unter denen sich der Verk√§ufer gegen√ľber

ihm das Eigentum bei Lieferung der Vorbehaltsware vorbehalten hat. Anderenfalls ist

der Käufer zur Weiterveräußerung nicht ermächtigt..

8. Werkzeuge und Formen

8.1 Werkzeuge und Formen, inklusive Zubehörteile, bleiben Eigentum des Verkäufers,

auch wenn der Käufer einen Anteil an den Kosten ihrer Herstellung bezahlt hat.

8.2 Der Verkäufer besorgt auf seine Kosten die Lagerung und Pflege der Werkzeuge und

Formen f√ľr Nachbestellungen w√§hrend 3 Jahren seit der letzten Lieferung. Auf

Wunsch und Kosten des Käufers werden Werkzeuge und Formen während maximal

2 weiteren Jahren durch den Verkäufer aufbewahrt und gepflegt. Werkzeuge und

Formen √ľber die w√§hrend 3 bzw. bei Aus√ľbung der Option w√§hrend 5 Jahren nicht

verf√ľgt wird, sind vom Verk√§ufer nicht weiter aufzubewahren.

9. Lieferfristen und Verzug

9.1 Die Lieferzeit beginnt mit Abschluss des Vertrages (Auftragsbestätigung). Die

Einhaltung der Lieferzeit setzt auch die rechtzeitige und ordnungsgem√§√üe Erf√ľllung

der Verpflichtungen des K√§ufers voraus. Die Einrede des nicht erf√ľllten Vertrages

bleibt vorbehalten.

9.2 Die Lieferfrist verlängert sich, wenn

a) dem Verk√§ufer die Angaben, die er von dem K√§ufer f√ľr die Erf√ľllung des

Vertrages benötigt, nicht rechtzeitig zugehen oder wenn sie der Käufer

nachträglich abändert;

b) der K√§ufer oder Dritte mit von ihnen auszuf√ľhrenden Arbeiten im R√ľckstand

oder mit der Erf√ľllung ihrer vertraglichen Pflichten im Verzug sind,

insbesondere wenn der Käufer die Zahlungsbedingungen nicht einhält;

um den Zeitraum, in dem der Käufer seinen Vertragspflichten in Verzug ist.

9.3 Die Lieferzeit verlängert sich auch bei Eintritt höherer Gewalt und allen

unvorhergesehenen, nach Vertragsabschluss eingetretenen Hindernissen, die der

Verkäufer nicht zu vertreten hat (insbesondere auch Betriebsstörungen, Streiks,

Aussperrung oder Störung der Verkehrswege, Epidemien, Mobilmachung, Krieg,

Aufruhr, Unfälle), soweit solche Ereignisse von Einfluss auf die vorgesehene

Ausf√ľhrung bzw. Lieferung sind, um den Zeitraum, in dem die unabwendbaren

Ereignisse aufgetreten sind. Dies gilt auch dann, wenn diese Umstände bei

Vorlieferanten, Zulieferanten oder Subunternehmer eintreten. Beginn und Ende

derartiger Hindernisse teilt der Verk√§ufer dem K√§ufer unverz√ľglich mit.

9.4 Kommt der Käufer in Annahmeverzug oder verletzt er schuldhaft sonstige

Mitwirkungspflichten, so ist der Verkäufer berechtigt, den insoweit entstehenden

Schaden, einschließlich etwaiger Mehraufwendungen ersetzt zu verlangen.

Weitergehende Anspr√ľche bleiben vorbehalten.

9.5 Gesetzliche Anspr√ľche und Rechte des K√§ufers wegen eines Lieferverzuges durch

den Verk√§ufer bleiben unber√ľhrt.

10. Gefahr√ľbergang

10.1 Mit der Übergabe der verkauften Sache geht die Gefahr des zufälligen Untergangs

und der zuf√§lligen Verschlechterung auf den K√§ufer √ľber.

10.2 Wird die Ware auf Wunsch des K√§ufers an einen anderen Ort als den Erf√ľllungsort

(Versendungskauf) versandt, so geht die Gefahr des Untergangs oder der

Besch√§digung der Ware auf den K√§ufer √ľber, sobald der Verk√§ufer die Sache dem

Spediteur, dem Frachtf√ľhrer oder der sonst zur Ausf√ľhrung der Verwendung

bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat. Auf Wunsch des Käufers wird die

Ware auf seine Kosen gegen Bruch-, Transport- und Feuerschäden versichert.

10.3 Werden die √úbergabe, oder wenn der Versand vereinbart ist, der Versand auf

Begehren des K√§ufers oder aus sonstigen Gr√ľnden, die der Verk√§ufer nicht zu

vertreten hat, verz√∂gert, so geht die Gefahr im urspr√ľnglich f√ľr die √úbergabe bzw.

den Versand vorgesehenen Zeitpunkt auf den K√§ufer √ľber. Von diesem Zeitpunkt an

werden die Lieferungen auf Rechnung und Gefahr des Käufers gelagert.

11. Pr√ľfung und Abnahme der Lieferungen und Leistungen

11.1 Der Verk√§ufer wird die Lieferungen und Leistungen soweit √ľblich vor Versand pr√ľfen.

Verlangt der K√§ufer weitergehende Pr√ľfungen, sind diese besonders zu vereinbaren

und vom Käufer zu bezahlen.

11.2 Der K√§ufer hat die Lieferungen und Leistungen unverz√ľglich nach Erhalt von Waren

und Fertigstellung von Leistungen zu pr√ľfen und dem Verk√§ufer eventuelle M√§ngel

unverz√ľglich schriftlich bekannt zu geben. Unterl√§sst er dies, gelten die Lieferungen

und Leistungen als genehmigt.

11.3 Der Verkäufer hat die ihm gemäß Ziff. 11.2 mitgeteilten Mängel vorbehaltlich des

Wahlrechtes nach Ziff. 12.4 so rasch wie möglich zu beheben, und der Käufer hat ihm

hierzu Gelegenheit zu geben.

12. Mangelr√ľge, Haftung und Gew√§hrleistung

12.1 Die Gewährleistungsrechte des Käufers setzen voraus, dass dieser seinen nach §

377 HGB geschuldeten Untersuchungs- und R√ľgeobliegenheiten ordnungsgem√§√ü

nachgekommen ist.

12.2 Soweit ein Mangel zum Zeitpunkt des Gefahr√ľbergangs, trotz aller Sorgfalt, vorliegen

sollte, hat der K√§ufer dem Verk√§ufer Gelegenheit zur Nacherf√ľllung innerhalb

angemessener Frist zu geben.

Bei berechtigten Beanstandungen ist der Verk√§ufer unter Ber√ľcksichtigung des

Wahlrechts des K√§ufers (Nachbesserung oder Ersatzlieferung) zur Nacherf√ľllung

berechtigt. Falls der Mangel sowohl bei Ersatzlieferung als auch bei Nachbesserung

nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten zu beseitigen ist, ist der Verkäufer

berechtigt, die Nacherf√ľllung zu verweigern und eine Minderung des Kaufpreises zu

gewähren.

W√§hrend der Nacherf√ľllung sind die Herabsetzung des Kaufpreises oder der R√ľcktritt

vom Vertrag durch den Käufer ausgeschlossen.

12.3 Die zur Nacherf√ľllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport- und

Wegekosten sind von dem Verkäufer nicht zu tragen, soweit sie darauf beruhen, dass

die gekaufte Sache nach der Lieferung an einen anderen Ort als dem Ort der

beruflichen Tätigkeit oder gewerblichen Niederlassung des Empfängers verbracht

wurde, es sei denn, das Verbringen entspricht dem bestimmungsgemäßen Gebrauch

der Sache. R√ľckgriffsanspr√ľche gem√§√ü ¬ß¬ß 445 a, 478 BGB bleiben unber√ľhrt.

12.4 R√ľckgriffsanspr√ľche gem√§√ü ¬ß¬ß 445 a, 478 BGB bestehen nur, sofern die

Inanspruchnahme durch den Letztkäufer berechtigt war und nur im gesetzlichen

Umfang, nicht dagegen f√ľr nicht mit den Verk√§ufer abgestimmte Kulanzregelungen.

Sie setzen die Beachtung eigener Pflichten des R√ľckgriffsberechtigten, insbesondere

die Beachtung der R√ľgeobliegenheiten, voraus.

12.5 Eine Nachbesserung gilt mit dem erfolglosen zweiten Versuch als fehlgeschlagen,

wenn sich nicht insbesondere aus der Art der Sache oder des Mangels oder den

sonstigen Umst√§nden etwas anderes ergibt. Ist die Nacherf√ľllung fehlgeschlagen

oder hat der Verk√§ufer die Nacherf√ľllung insgesamt verweigert, kann der K√§ufer ‚Äď

unbeschadet etwaiger Schadensersatzanspr√ľche ‚Äď nach seiner Wahl Herabsetzung

des Kaufpreises (Minderung) verlangen oder den R√ľcktritt vom Vertrag erkl√§ren. Bei

geringf√ľgigen M√§ngeln ist der R√ľcktritt ausgeschlossen.

12.6 Gew√§hrleistungsanspr√ľche bestehen nicht bei:

Ôā∑ nur unerheblicher Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit,

Ôā∑ nur unerheblicher Beeintr√§chtigung der Brauchbarkeit,

Ôā∑ bei Sch√§den, die nach dem Gefahr√ľbergang, beispielsweise infolge bei

nat√ľrlicher Abnutzung oder Verschlei√ü, unsachgem√§√üer Lagerung oder

Behandlung, mangelhafter Wartung, Missachtung von Betriebsvorschriften,

√ľberm√§√üiger Beanspruchung, ungeeigneter Betriebsmittel, chemischer oder

elektrischer Einfl√ľsse, nicht vom Verk√§ufer ausgef√ľhrter Montagearbeiten,

sowie infolge anderer Gr√ľnde, die der Verk√§ufer nicht zu vertreten hat.

12.7 Sachm√§ngelanspr√ľche des K√§ufers verj√§hren in 12 Monaten nach erfolgter Lieferung

der Ware beim Käufer. Bei gebrauchten Waren wird die Gewährleistungspflicht

ausgeschlossen. F√ľr Schadensersatzanspr√ľche bei Vorsatz und grober

Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, die auf einer

vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Verwenders beruhen, gilt die

gesetzliche Verjährungsfrist.

12.8 Soweit das Gesetz gem√§√ü ¬ß¬ß 438 Abs. 1 Nr. 2 BGB (Bauwerke und Sachen f√ľr

Bauwerke), 445 a, b BGB (R√ľckgriffsanspr√ľche), 478 (R√ľckgriffsanspr√ľche beim

Verbrauchsg√ľterkauf) und 634 a Abs. 1 Nr. 2 BGB (Baum√§ngel) l√§ngere Fristen

zwingend vorschreibt, gelten diese Fristen.

12.9 Gew√§hrleistungsanspr√ľche erl√∂schen vorzeitig, wenn der K√§ufer oder Dritte an den

Lieferungen und Leistungen √Ąnderungen oder Reparaturen vornehmen oder wenn

der Käufer, falls ein Mangel aufgetreten ist, nicht umgehend alle geeigneten

Maßnahmen zur Schadenminderung trifft und dem Verkäufer Gelegenheit gibt, den

Mangel zu beheben.

12.10 F√ľr Schadensersatzanspr√ľche gilt ¬ß 13 (Allgemeine Haftungsbegrenzung).

13. Ausschluss weiterer Haftungen des Verkäufer, Haftungsbegrenzung

13.1 Schadens- und Aufwendungsersatzanspr√ľche des K√§ufers (nachfolgend

Schadensersatzanspr√ľche), gleich aus welchem Rechtsgrund, insbesondere wegen

Verletzung von Pflichten aus einem Schuldverhältnis, mit Ausnahme solcher aus §

439 Abs. 3 BGB und aus unerlaubter Handlung, sind ausgeschlossen.

13.2 Dies gilt nicht in Fällen der Übernahme einer Garantie oder eines

Beschaffungsrisikos.

13.3 Dies gilt ferner nicht, soweit der Verkäufer zwingend haftet z.B. nach dem

Produkthaftungsgesetz, in Fällen des Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit, wegen

der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, sowie der Verletzung

wesentlicher Vertragspflichten, d.h. solcher Pflichten, deren Erf√ľllung die

Durchf√ľhrung des Vertrages erst erm√∂glichen und auf deren Einhaltung der

Vertragspartner regelm√§√üig vertrauen darf. Der Schadensersatzanspruch f√ľr die

Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist jedoch auf den vertragstypischen,

vorhersehbaren Schaden begrenzt, soweit uns kein grobes Verschulden vorzuwerfen

ist oder wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit gehaftet

wird. Eine √Ąnderung der Beweislast zum Nachteil des K√§ufers ist damit nicht

verbunden.

14. Aufrechnung und Zur√ľckbehaltungsrecht

14.1 Die Aufrechnung ist ausgeschlossen, es sei denn es handelt sich um unbestrittene

oder rechtskräftig festgestellte Gegenforderungen oder um Gegenforderungen aus

dem gleichen Vertragsverhältnis.

14.2 Zur Aus√ľbung eines Zur√ľckbehaltungsrechts ist der K√§ufer nur insoweit befugt, als

sein Gegenanspruch auf dem gleichen Vertragsverhältnis beruht.

15. Schutzrechte

15.1 Sofern der Verk√§ufer Lieferungen oder Leistungen nach Entw√ľrfen, Zeichnungen,

Modellen oder Mustern, die ihm vom K√§ufer √ľbergeben werden, oder nach

anderweitigen Angaben des K√§ufer zu liefern hat, √ľbernimmt der K√§ufer die Gew√§hr,

dass durch die Herstellung und Lieferung dieser Produkte bzw. die Erbringung dieser

Leistungen keine Schutzrechte Dritter verletzt werden.

15.2 Der Käufer hält den Verkäufer von allem Schaden frei, der entsteht, wenn aufgrund

von Vorgaben des Käufers Schutzrechte Dritter verletzt werden.

16. Abtretungsverbot

Der K√§ufer ist nicht berechtigt, seine Anspr√ľche gegen den Verk√§ufer ohne dessen

schriftliche Zustimmung an Dritte abzutreten.

17. Gerichtsstand und anwendbares Recht

17.1 Erf√ľllungsort und ausschlie√ülicher Gerichtsstand f√ľr s√§mtliche Streitigkeiten ist

Goslar.

17.2 Die Verträge zwischen Verkäufer und Käufer und die gesamten Rechtsbeziehungen

der Parteien unterliegen ausschließlich dem in der Bundesrepublik Deutschland

geltenden Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Version: 18.01.2019